Um den Zusammenhang zwischen einer möglichen Akneerkrankung und Hormonen bis ins Detail zu erklären, müsste ich sehr weit ausholen, daher beschränke ich mich auf das eigentlich Wichtigste.
Unser Körper produziert Hormone. Er tut das pausenlos, zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage. Und er produziert nicht nur eine Art von Hormon, sondern eine unglaubliche Vielfalt. Das ist wichtig für das Funktionieren all unserer Organe und spielt sogar eine Rolle in jeder einzelnen Zelle. Aber die wenigsten dieser Hormone sind an der Entstehung von Akne beteiligt. Schuld sind die Sexualhormone: Die weiblichen (Östrogen) als auch die männlichen (Androgene). Für die Akneentstehung ist jedoch vor allem ein ganz bestimmtes männliches Hormon zuständig: Das Testosteron. Es regt u.a. das Wachstum und die Produktion der Talgdrüsen an und sorgt somit für eine vermehrte Talgproduktion. Es wird im männlichen und auch im weiblichen Organismus gebildet – hier jedoch in viel geringeren Mengen. Das heisst nun aber nicht, dass Aknepatienten generell einen höheren Testosteron-Spiegel haben als andere. Das Problem liegt vielmehr in den Talgdrüsen selbst, denn die reagieren viel empfindlicher auf dieses Hormon als die von nicht Betroffenen.
Oftmals lassen “Pickelschübe” eine schwankende Hormonproduktion erkennen. Darunter leiden Mädchen und Frauen z.B. immer dann vermehrt, kurz bevor ihre Regel einsetzt. In dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel (der natürliche Gegenspieler des Testosterons) für ein paar Tage ab, wogegen das Testosteron in unverminderter Menge weiterproduziert wird.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die erhöte Talgproduktion und die Entstehung von Pickeln, die ja vor allem während der Pubertät auftritt, auf eine Überempfindlichkeit der Talgdrüsen gegenüber Testosteron zurückzuführen ist und nicht auf den erhöhten Hormonspiegel an sich.
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