Wer schon länger unter Akne leidet, der weiß, dass es generell kein Allheilmittel gegen sie gibt. Das liegt daran, dass sehr viele unterschiedliche Faktoren bei der Entstehung einer individuellen Akne zusammenwirken können. Oft muss sich der Patient (auch mit Hilfe seines Arztes) langsam an eine Therapie herantasten, die hilft. Mehrere verschiedene Therapien oder –kombinationen müssen ausprobiert werden.
Manche Aknepatienten haben dabei gute Ergebnisse mit der Einnahme von sogenannten Schüßler-Salzen gemacht. Sie sind eine Kombination verschiedener Mineralsalze in unterschiedlichen Koznentrationen, die ursprünglich von dem deutschen Homöpathen Wilhelm Schüßler zusammen gestellt wurden. Er war der Annahme, viele Krankheiten gingen auf einen gestörten Mineralhaushalt in den Körperzellen zurück und dass es durch Zuführung bestimmter Salze möglich sein müsste, diese Störung und damit die aus ihr entstandene Erkrankung beseitigen zu können. Schüßler-Salze fallen als homöpathische Zubereitungen demnach in den Bereich der Alternativmedizin. Sie sind daher wissenschaftlich nicht anerkannt und ihnen wird aus pharmakologischer Sicht keine Wirksamkeit zugeschrieben. Das soll jedoch niemanden davon abhalten, es einmal mit Schüßler-Salzen zu versuchen, denn wie gesagt haben viele Patienten damit Resultate erreicht. Ob diese auf einem „Plazebo-Effekt“ beruhten oder ob die zusätzliche Einnahme von Mineralsalzen tatsächlich eine „Ausbalanzierung“ des Mineralhaushalts erzielte und damit der Kurierung der Akne zuträglich war, sei dahin gestellt.
In der Apotheke, Drogerie und auch auf dem Internet kann man bereits fertige Mischungen aus Schüßler-Salzen kaufen, meist in Tablettenform, weniger häufig als Lösung. Besonders gegen unreine Haut wird jedoch oft eine Mischung aus Kaliumchlorid Nr. 4, Magnesiumhydrogenphosphat Nr. 7, Natriumphosphat Nr. 9, Kieselsäure Nr. 11 und Zinkchlorid Nr. 21 empfohlen, wobei die Nummern bestimmte Konzentrationen angeben. Solch ein Präparat kann man sich in der Apotheke oder auch beim Homöpathen zusammenmischen lassen. Die Kur sollte über einen längeren Zeitraum (mindestens 4 Wochen) durchgezogen werden. Täglich lässt man dabei mehrere Tabletten (je nach Anweisung) auf der Zunge zergehen (nicht kauen, denn die Mineralsalze sollen über die Mundschleimhaut aufgenommen werden). Alternativ löst man die abletten in Wasser auf und trinkt diese Lösung dann über den Tag verteilt in kleinen Schlucken, die man jeweils für ein paar Sekunden in der Mundhöhle kreisen lässt.
Wenn sich ein Erfolg einstellt, umso besser. Falls nicht, so hat man nicht viel verloren. Erstens sind die Tabletten recht kostengünstig und zweitens gelten sie auf jeden Fall als „ergänzendes Nahrungsmittel“. Nicht vernachlässigen darf man während dieser Selbstbehandlung aber die Hautpflege, so wie sie von allen Aknepatienten sowieso routinemäßig gehandhabt werden soll.

May 11th, 2012
thomas
Posted in
Tags:
