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Wer bekommt Akne?

Die gewöhnliche Akne, auch Acne vulgaris genannt, ist eine Erkrankung, die bei Jugendlichen zu den häufigsten Hautkrankheiten zählt. Sie entsteht nicht, weil sich jemand zu selten wäscht, sondern aufgrund der hormonellen Umstellung während dieser Zeit. Der Körper muss erst lernen, wie und in welchem Maß er wann welche Hormone produzieren muss. Ist dieser Umstellungsprozess vorbei, meistens so um das 25. Lebensjahr, verschwindet in den meisten Fällen auch die Akne von allein. Dennoch ist Akne eine richtige Hauterkrankung und sollte entsprechend behandelt werden.

Teeniezeit vorbei, Pickel weg. Schön wär´s! Akne quält leider auch Erwachsene.

Hormone und hormonelle Schwankungen im Zyklus der Frau, spielen eine große Rolle. Genetische Veranlagung ist der zweite große Grund. 50 Prozent aller Spätakne-Patientinnen haben Verwandte ersten und zweiten Grades, die unter einer schweren Akne gelitten haben. Ein Grund, den viele nicht kennen, ist Stress. Denn späte Pickel treten seltsamerweise häufig bei beruflich erfolgreichen Frauen auf, die unter großer Anspannung stehen. Dieser Stress führt zu einer vermehrten Ausschüttung von männlichen Hormonen (Androgenen). Wichtig ist es, das Gleichgewicht zwischen Fett und Feuchtigkeit in der Hornschicht wieder herzustellen. Was viele nicht wissen: Erwachsene Aknehaut ist trotz Pickeln und ständigem Fettglanz äußerst empfindlich und nimmt scharfe Peelings, alkoholhaltige Gesichtswässer und austrocknende Waschgele übel. Im Gegensatz zur robusten Teeniehaut braucht sie daher eine Pflege, die Entzündungen hemmt, die Haut beruhigt, die Verhornung normalisiert und das Feuchtigkeitsniveau der Haut wieder anhebt.

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Wie tritt Akne auf?

Akne kann in verschiedenen “Schweregraden” auftreten. Als leichte Akne werden Mitesser bezeichnet. Mitesser heißen auch Komedonen. Sie entstehen, wenn bei erhöhter Talgproduktion der Ausführungsgang der Talgdrüse verstopft wird. Das kann z. B. durch mikroskopisch kleine Hornhautpartikel der obersten Hautschicht geschehen. Jetzt gelangt der produzierte Talg nicht mehr an die Hautoberfläche. Die im Inneren der Talgdrüse befindlichen Hornlamellen, die normalerweise für den Abtransport des Talgs sorgen, werden durch die Masse des Talgs zusammengedrückt und verhärten zusehends. Der Mitesser ist da.

Die Farbe der Mitesser entsteht nicht, weil jemand unreine Haut hat, oder sich nicht wäscht. Die schwarzen Punkte auf der Haut entstehen durch die Einwirkung von Licht und Bakterien. Es kann auch vorkommen, dass der Ausführungsgang einer Talgdrüse im unteren Teil bereits verstopft ist. Die sich daraus entwickelnden Mitesser sind an der Hautoberfläche nicht zu sehen.

Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu Eiterpusteln. Diese entwickeln sich aus den Mitessern. Der aufgestaute Talg gelangt in das umgebende Gewebe der Talgdrüse, da der Ausführungsgang verstopft ist. Jetzt löst er eine Entzündungsreaktion des Körpers aus. Es bilden sich entzündete Knötchen. Durch bakterielle Einflüsse entsteht Eiter, der in einem Bläschen an die Hautoberfläche tritt.

Bei schwereren Formen der Acne vulgaris kommt es zusätzlich zu entzündeten Knoten und einer Bildung von Aknenarben. Kligman und Plewig unterscheiden drei verschiedne Grade der Akne:

1. Nur Mitesser,

2. Mitesser, entzündete Knötchen und eitergefüllte Bläschen,

3. zusätzlich entzündete Knoten, Narben und Fisteln.

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